Cybermobbing
Das häufigste ernste Problem im digitalen Alltag von Schulkindern. Anders als früher endet es nicht am Schultor: Es findet abends statt, hat Publikum und bleibt gespeichert.
- 18,5 %der Schülerinnen und Schüler sind aktuell betroffen. 2017 lag der Wert bei 12,7 %.
- 1 von 4Betroffenen berichtet von Suizidgedanken. Deshalb ist Cybermobbing (Mobbing über digitale Medien) kein Streit unter Kindern, sondern ein Grund, Hilfe zu holen.
Fast alle Fälle laufen über Gruppen, in denen sich die Beteiligten aus der Schule kennen. In der Grundschule ist Cybermobbing seltener, erste Ausgrenzungen und Kettenbriefe entstehen aber bereits im Klassenchat.
Betroffene schweigen oft, aus Scham und aus Sorge vor Ärger. Dagegen hilft eine Zusage, die vorab ausgesprochen wird: Du kannst jederzeit kommen.
Handeln
- Beweise sichern statt löschen: Bildschirmfotos mit Datum und Nutzernamen.
- Zusichern, dass es keinen Ärger gibt und das Gerät nicht pauschal weggenommen wird.
- Schule einbeziehen, nicht als Anklage, sondern damit der Klassenverband mitwirken kann. Ansprechpersonen an Krefelder Schulen
- Beratung nutzen. Für Jugendliche bietet juuuport.de Beratung durch geschulte Gleichaltrige.
Ist das eigene Kind auf der anderen Seite beteiligt: Was dann zu tun ist
Für Lehrkräfte: Handlungsleitfaden bei Vorfällen und Klassenchat-Regeln.
Quellen: Cyberlife-Studie 2024 (Bündnis gegen Cybermobbing, Barmer), Medienanstalt Hessen 03/2026, klicksafe 2025, juuuport.de