KI-Kompetenz
Die heutigen Schulkinder werden in einer Arbeitswelt leben, in der KI selbstverständlich ist. Ein kritischer, souveräner Umgang damit ist deshalb keine Zusatzqualifikation, sondern Teil der Allgemeinbildung.
Was Politik und Bildungsverwaltung festhalten
- EU-KI-Verordnung, Artikel 4: Seit dem 2. Februar 2025 müssen Anbieter und Betreiber von KI-Systemen für ausreichende KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten sorgen. Die Verordnung beschreibt KI-Kompetenz als Fähigkeiten, Kenntnisse und Verständnis, um KI sachkundig einzusetzen und sich ihrer Chancen und Risiken bewusst zu sein.
- Kultusministerkonferenz: Die Handlungsempfehlung vom 10. Oktober 2024 setzt auf einen kritisch-konstruktiven Umgang mit KI in der Schule. Sie sieht Potenzial für individualisiertes Lernen, für die Entlastung von Lehrkräften und für angepasste Prüfungsformate und betont, dass alle Schülerinnen und Schüler KI-Kompetenzen erwerben sollen.
- UNESCO: Der weltweit erste Leitfaden zu generativer KI in der Bildung (September 2023) fordert einen menschenzentrierten Einsatz, Datenschutzregeln, Fortbildung der Lehrkräfte und eine Altersgrenze von 13 Jahren für den Einsatz im Unterricht.
Quellen: Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 4, KMK-Handlungsempfehlung 2024, UNESCO 2023
Was KI-Kompetenz im Familienalltag bedeutet
- Funktionsweise verstehen. Ein Sprachmodell berechnet wahrscheinliche Fortsetzungen; es weiß nichts im menschlichen Sinn. So funktionieren Chatbots
- Ergebnisse prüfen. Quellen gegenlesen, Rechenwege nachvollziehen, Fehler suchen. Das trainiert genau das kritische Denken, das KI nicht ersetzt.
- Gezielt einsetzen. Gute Fragen formulieren, um Erklärungen statt Lösungen bitten, Grenzen erkennen. Lernen mit KI
- Fälschungen erkennen. Bilder, Stimmen und Videos können erzeugt sein. Fälschungen erkennen
- Daten schützen. Wissen, was mit Eingaben geschieht, und Persönliches für sich behalten. Daten und Privatsphäre
Eltern müssen keine Fachleute sein, um KI-Kompetenz zu fördern.
Eine Frage gemeinsam an einen Chatbot (KI-Programm zum Chatten) stellen und die Antwort zusammen prüfen: Das verbindet zwei Empfehlungen, nämlich Medien gemeinsam mit dem Kind zu nutzen (SCHAU HIN!) und Ergebnisse kritisch zu prüfen (KMK). Nebenbei erfahren Eltern, wie ihr Kind die Technik nutzt. Quellen
Für Lehrkräfte enthalten die Unterrichtsimpulse Einheiten zu Feeds (Beitragsströme), KI-Begleitern und Fälschungen.