Entwurf zur Prüfung und Anpassung durch Lehrkräfte und Schulen. Frei nutzbar für Elternabende und Unterricht (CC BY-NC-SA 4.0).
Die Impulse sind Vorschläge zum Anpassen. Sie verzichten bewusst auf Schockbilder und setzen auf das, was Kinder selbst entdecken: wie die Programme gebaut sind.
Grundschule (Klasse 3 und 4)
1. Wer schreibt mir da? (30 Minuten)
- Ziel: Unterschied zwischen Mitspieler und Fremdem in Spiele-Chats erkennen.
- Ablauf: Die Klasse sammelt Spiele mit Chat. Gemeinsam überlegen: Woran merke ich, dass ich jemanden nicht aus dem echten Leben kenne? Was mache ich dann?
- Merksatz: „Wenn mir im Internet etwas komisch vorkommt, bin ich nie schuld. Ich sage es einem Erwachsenen.“
2. Echt oder gefälscht? (20 Minuten)
- Ziel: Erste Quellenprüfung als Detektivspiel.
- Material: Quiz „Echt oder gefälscht?“
- Merksatz: Wer sagt das? Woher weiß die Person das? Wer verdient daran?
3. Unser Klassenchat (30 Minuten)
- Material: Vorlage „Regeln für den Klassenchat“
- Ablauf: Regeln gemeinsam diskutieren, ergänzen, unterschreiben.
Sekundarstufe I (Klasse 5 bis 9)
4. Der Feed, der nicht aufhört (45 Minuten)
- Ziel: Endloses Scrollen, Autoplay (automatisches Abspielen), Streaks (Zähler für tägliche Kontakte) und Empfehlungsalgorithmus als Bauweise erkennen.
- Ablauf: Eine Minute im nachgestellten Feed (Beitragsstrom) am Beamer. Dann: Welche der vier Bauteile kennt ihr aus euren Apps? Welche Signale wertet der Algorithmus aus, die man nicht sieht?
- Impuls: „Die App zeigt dir nicht, was wahr ist, sondern was dich hält.“
5. Mein Freund, die KI? (45 Minuten)
- Ziel: Verstehen, warum ein Chatbot (KI-Programm zum Chatten) nie widerspricht und warum das keine Freundschaft ist.
- Ablauf: Das nachgestellte Gespräch mit „Mika“ gemeinsam durchspielen. Die Klasse wählt die Antworten. Danach die Mitschrift der Techniken besprechen.
- Diskussion: Was unterscheidet einen Freund von einem Programm, das nie müde wird? Was würdet ihr einer KI nicht erzählen?
- Merksatz: „Keine echten Namen, keine Adresse, keine Fotos in einen Chatbot.“
6. Weiterleiten ist nicht harmlos (30 Minuten, ab Klasse 7)
- Ziel: Wissen, wann Weiterleiten strafbar ist und was man tun kann, wenn ein Bild im Umlauf ist.
- Ablauf: Hypothetische Frage: „Was würdest du machen, wenn jemand aus der Klasse ein Bild von dir weiterschickt?“ Danach die drei Sätze: Ein Bild, das du verschickst, gehört dir nicht mehr. Wer so ein Bild weiterleitet, macht sich strafbar, auch mit 14. Hilfe holen ist kein Verrat.
- Hinweis: Rechtliche Details unter „Was strafbar ist“. Kein Bildmaterial zeigen.
Für Medienscouts und Beratungslehrkräfte: Die Nachbildungen auf dieser Seite speichern und übertragen nichts und können ohne Anmeldung im Unterricht genutzt werden.