Für Kinder und Jugendliche, gern gemeinsam mit Eltern oder Lehrkräften. Frei nutzbar (CC BY-NC-SA 4.0).
Ganz ehrlich, ohne nachzuschauen
Beantworte die Fragen nur für dich. Niemand muss das sehen.
- Ich öffne TikTok, Reels (Kurzvideos bei Instagram) oder Shorts (Kurzvideos bei YouTube) oft, ohne es wirklich zu wollen.
- Ich scrolle weiter, obwohl ich eigentlich etwas anderes vorhatte.
- Ich schaue abends im Bett noch „nur kurz“ und es wird länger.
- Ich scrolle, wenn ich mit Freunden zusammen bin.
- Nach dem Scrollen fühle ich mich schlechter als vorher.
- Ich vergleiche mich oft mit Leuten im Feed (Beitragsstrom).
- Mir fällt es schwer, das Handy wegzulegen.
- Langeweile halte ich kaum noch aus.
Und jetzt die wichtigste Frage: Findest du selbst, dass du zu viel Zeit damit verbringst?
Du bist damit nicht allein: Mehr als jede oder jeder vierte 10- bis 17-Jährige nutzt soziale Medien riskant oder sogar suchtartig (DAK 2026). Das liegt auch daran, wie die Apps gebaut sind. Die EU-Kommission prüft genau das gerade bei TikTok.
Was helfen kann
- Endlos-Apps runter vom Handy. Nur noch auf Tablet oder Laptop zu Hause nutzen. Dann sind sie nicht mehr ständig griffbereit. (Tipp des Autors dieser Seite, selbst ausprobiert.)
- Eine kleine Hürde einbauen. Apps wie „one sec“ lassen dich vor dem Öffnen kurz warten. In einer Studie wurde die App danach in 36 % der Fälle gleich wieder geschlossen.
- Autoplay (automatisches Abspielen) aus, Push-Nachrichten (Benachrichtigungen aufs Handy) aus.
- Handy nachts außerhalb des Zimmers laden. Abends am Handy hängt mit kürzerem Schlaf zusammen.
- Ein Wecker statt Handy-Wecker.
Mein Plan für die nächsten zwei Wochen
Ich probiere:
Danach schaue ich, wie es mir geht:
Quellen: DAK-Mediensucht-Studie 2026; EU-Kommission, Pressemitteilung vom 6.2.2026; Grüning u. a., PNAS 2023; Lund u. a., BMC Public Health 2021.