Für Kinder und Jugendliche, gern gemeinsam mit Eltern oder Lehrkräften. Frei nutzbar (CC BY-NC-SA 4.0).
Das Wichtigste zuerst
Du bist nicht schuld. Egal, was vorher passiert ist. Du musst das nicht allein lösen.
Jemand erpresst dich mit Bildern
- Nicht zahlen und nichts mehr schicken. Die Polizei rät davon ab, weil danach meist mehr gefordert wird.
- Nichts löschen. Den Chatverlauf und den Namen des Accounts (Benutzerkonten) sichern; intime Bilder aber nicht selbst abfotografieren.
- Einem Erwachsenen Bescheid sagen, dem du vertraust.
- Anzeige bei der Polizei, auch online über die Internetwache NRW. Den Account erst blockieren, wenn die Polizei es sagt.
- Bilder von Minderjährigen kannst du über „Take It Down“ (Dienst zum Sperren von Nacktbildern Minderjähriger) (takeitdown.ncmec.org) sperren lassen, ohne das Bild hochzuladen.
Ein Bild oder Video von dir geht herum
- Melden in der App, Screenshot (Bildschirmfoto) vom Beitrag mit Namen und Datum.
- Schulsozialarbeit oder Vertrauenslehrkraft einschalten.
- Weiterleiten bloßstellender Bilder ist ab 14 strafbar. Wer es tut, hat ein Problem, nicht du.
Du wirst gemobbt
- Nicht zurückschreiben, Beweise sichern.
- Mit jemandem reden: Eltern, Lehrkraft, Schulsozialarbeit.
- Beratung von Jugendlichen für Jugendliche: juuuport.de
Anonym und kostenlos
| Wer | Nummer oder Adresse | Wann |
|---|---|---|
| Nummer gegen Kummer | 116 111 | Mo. bis Sa. 14 bis 20 Uhr |
| Online-Beratung | nummergegenkummer.de | per Mail oder Chat |
| juuuport | juuuport.de | Beratung durch Jugendliche |
| Telefonseelsorge | 0800 111 0 111 | rund um die Uhr |
| Notruf | 110 | bei akuter Gefahr |
Quellen: klicksafe, Tipps für Eltern ab 10 Jahren (2025); Medienanstalt Hessen, Medienwissen für Eltern 03/2026; Polizeiliche Kriminalprävention, polizei-beratung.de; NCMEC (US-Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder) „Take It Down“.