Unterrichtsstunde: Wie der Feed entscheidet

45 Minuten, Klasse 5 bis 9. Mit nachgestelltem Feed (Beitragsstrom) und Rollenspiel verstehen Schülerinnen und Schüler, was ein Empfehlungssystem auswertet.

Entwurf zur Prüfung und Anpassung durch Lehrkräfte und Schulen. Frei nutzbar für Elternabende und Unterricht (CC BY-NC-SA 4.0).

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Ziel

Die Klasse versteht, dass ein Feed nicht zufällig ist, sondern auswertet, wie lange man bei einem Beitrag bleibt. Jugendliche kennen vor allem die sichtbaren Signale wie Likes und unterschätzen die Verweildauer (Leibniz-Institut für Medienforschung).

Ablauf

ZeitPhaseInhalt
5 Min.EinstiegFeed-Selbsttest (Selbsttest mit einem Beitragsstrom) am Beamer: elternki-krefeld.de/verstehen/soziale-netzwerke/ eine Minute laufen lassen.
15 Min.RollenspielEine Person ist „der Algorithmus“ und notiert verdeckt, wie lange die Klasse bei jeder gezeigten Bildkarte hinschaut. Danach sagt sie voraus, welche Karte als nächstes kommt.
10 Min.AuswertungWelche Signale gibt es? Sichtbar: Like, Kommentar, Teilen. Unsichtbar: Verweildauer, Wiederholung, Uhrzeit, Standort.
10 Min.TransferWo stecken Endlos-Feeds (Beitragsströme ohne Ende)? „Für dich“, Reels (Kurzvideos bei Instagram), Shorts (Kurzvideos bei YouTube), Spotlight (Kurzvideos bei Snapchat). Was hilft? Autoplay (automatisches Abspielen) aus, App-Limit, „Nicht interessiert“.
5 Min.AbschlussMerksatz: „Der Feed zeigt mir nicht, was wichtig ist, sondern was mich hält.“

Arbeitsblatt: Welche Signale wertet der Feed aus?

Signalsichtbar oder unsichtbar?Was verrät es?
Like
Wie lange ich ein Video anschaue
Ob ich es zweimal ansehe
Uhrzeit
Standort
Quellen: Leibniz-Institut für Medienforschung, Studie zur algorithmischen Kompetenz junger Menschen (#UseTheNews); EU-Kommission, Pressemitteilung vom 6. Februar 2026.